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Laub der persische Eiche
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Besondere Bäume

Die Persische Eiche (bot. Quercus Macranthera) ist eine Rarität aller ersten Ranges für Berlin. Vermutlich wurde sie aus dem Ausland importiert, welches Theodor Francke als Experte und Händler tropischer und anderer Hölzer bereiste. Die Ungarische Silberlinde ebenfalls, eine weitere unter Naturdenkmalschutz stehende findet sich im Alt Tempelhof Nr. ( Seniorenresidenz) . Die Eschen harren noch einer Untersuchung, ebenso wie weitere Bäume das Fachurteil der Dendrologen erwarten.

... ...."Die persische Eiche in Karlsruhe ist riesig und das kleine Exemplar im Franckepark dürfte entweder eine Nachpflanzung der fünfziger Jahre sein. Oder vielleicht eine kleinwüchsige Form aus der Hand bzw. Baumschule Eduard Petzolds in Bunzlau. Von Fischer und Meyer wurde die Quercus Macranthera 1838 das erste mal beschrieben. Deshalb der Zusatz Fisch&C.A.Mey im Namen. Seit 1873 wurde diese Eichenart dann in Europa zum Verkauf angeboten. Das passte zu der Geschichte des Frankeparks wie die Faust aufs Auge..... Das Gartenamt bzw. Hermann Guhl als Zeitzeuge könnte hier Klarheit schaffen. Herr Guhl sen. bzw. jr., bezeichneten die Eiche mir gegenüber als Quercus macrocarpa ( grossfrüchtige Eiche), d.h.beide kannten die Bezeichnung von Georg Kuphalts Liste von 1924, auf die sie sich vermutlich verlassen hatten. Dass Kuphalt sich geirrt hatte, war beiden bis heute nicht bewußt. Das heißt aber auch im Umkehrschluß dass es an dieser Stelle nie eine Nachpflanzung gegeben hat. Die Nummernkerbung ist auch alt, bei der Nachbareiche auf gleicher Höhe angebracht. Die benachbarten Eichen sind kleinwüchsig und einander definitiv zugeordnet.Sie sind gleichsam per Plan so dicht an dicht gepflanzt, damit sie sich am Grosswerden hindern können,denn Eichen brauchen viel Licht zum Wachsen.
Weitere Einzelexemplare der Quercus Macranthera befinden sich heute noch in Sanssouci/Potsdam; im Stadtpark in Hamburg (gepropft) im Botanischen Garten hier in Berlin, mehrere Exx. davon zwei ausgewachsen, ein Ex. gepropft; in Bremen ist im Bürgerpark ein altes Ex. gefällt und nachgepflanzt, in Bonn im botanischen Garten, im Stadtforst in München.Unterlagen der gepropften Bäume sind Stieleichen, der Baum im Franckepark ist aber "wurzelecht" wie der Fachmann sich ausdrückt.

Folgenden Eintrag gibt es seit 2008 im Netz.
Hallo Baumfreunde, heute möchte ich euch noch ein mächtiges Exemplar aus dem Schlosspark in Pillnitz vorstellen. Direkt an der Orangerie steht diese Persische Eiche, Qürcus macranthera. Das Arboretum in Pillnitz wurde um 1860 angelegt. Aus dieser Zeit dürfte also auch diese Eiche sein. Viele Grüße Mike".... Ende des Eintrags. Es ist denkbar dass die persische Eiche anstelle der quercus macrocarpa gepflanzt wurde, die noch Kuphalt 1924 dort zu erkennen glaubte. Das wäre allerdings die Nachpflanzung einer Rarität, die dem Konzept des Franckepark als Arboretum entspräche,einer Planung, welche in der Nachkriegszeit eigentlich nicht mehr verfolgt wurde. Eher wurde Eichen als Clumps nachgepflanzt schon zu Fischers Zeiten . Und zwar im Bereich Kanonenberg Ulmenhof und Rehgehege. Auch die Eiche am Rondel scheint neüren Datums. DAs Rondel wurde erst 1927 angelegt. Die Eiche könnte dort aber schon gestanden haben.Fotos aus dieser Zeit werden noch gesucht.

Sieben Ulmen stehen im Franckepark, Die Ulme ist weltweit vom Aussterben bedroht. Eine der Ulmen aus der Ulme-Eiche-Gruppe am Rehgehege und in unmittebarer Nähe zur Eichengruppe um die persische Eiche, hat im September einen gross sichtbaren Pilz in ihre Gabel in fünf Meter Höhe. Das Gartenamt ist aufmerksam. Eine zweite Ulme an der Aussichtsplattform am Rehgehege ist ein doppelstämmiges schönes Exemplar und hat keinen Pilzbefall. Beide Exemplare gehören zur Gattung der Flatterulme. In Richtung Rathaus steht neben einer Pappel eine riesige und schöne Flatterulme. Die STandorte sind auf der ppt. CD alle verzeichnet.Foto des Pilzes links oben auf dieser Seite geschossen am 4. September 2009

Monatelang und auch noch im Juni 2012 werden Baumarbeiten unter Zuhilfenahme von grossen orangenen Punktgraffiti an gefühlt der Hälfte der Bäume von einer Fremdfirma gemacht. Das Markierungsspray ist eine Seuche der Verantwortlichen. Eine Parkbank wird in dieser Zeit durch einen herunterfallenden Ast komplett zerstört. Es folgt eine Pressemeldung: Die im Theodor-Francke-Park begonnenen Baumarbeiten mussten zum Schutz eines bebrüteten Habichtsnestes zunächst unterbrochen werden. Die 4 Junghabichte wurden am 29.04.2012 durch Ornithologen beringt. Nach deren Aussage sollte möglichst bis Ende Juni auf Arbeiten, die grössren Lärm im näheren Bereich des Horstes verursachen, verzichtet werden. Aus diesem Grund werden bis zum Ende der Brutzeit der artengeschützten Habichte nur noch ausschliesslich für die Sicherheit notwendige Arbeiten und diese möglichst geräuscharm und vorsichtig durchgeführt. Auf den Einsatz von Motorsägen und auch auf das Häckseln von Schnittgut wird verzichtet. So müssen auch die Aufräumungsarbeiten eines im Mai herunter gebrochenen Stark-astes einer Roteiche zurückgestellt werden, da diese Arbeiten nur mittels Motorsäge durchzuführen sind.

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